|
Bei dem Prädikat
“geeignet“
und gleichzeitig guten Noten in Deutsch und Mathematik gibt es
keinen Grund, mit dem Übertritt an Realschule oder Gymnasium zu
zögern. Kinder mit derartig positiven Voraussetzungen müssen
selten ihre Schulwahl im Nachhinein korrigieren. Wie die
Erfahrung zeigt, sind sie in den Anfangsjahren auch kaum vom
Wiederholen einer Klasse betroffen.
Falls die
Übertrittsempfehlung "geeignet" nur knapp
erreicht wurde und dabei das Fach HSU den Ausschlag
gegeben hat, gilt es nochmals abzuwägen. Hat vielleicht auch
der Einsatz von Nachhilfe oder massive elterliche Unterstützung
zum scheinbaren Erfolg beigetragen? Seien Sie in diesem Fall
ehrlich zu sich selbst und ziehen Sie den Klassenlehrer zu Rate,
ohne etwas zu beschönigen - möglicherweise spricht er von sich
aus diese Problematik an.
Wer die Eignung zum Übertritt verfehlt hat, aber doch nahe am
erforderlichen Schnitt liegt, kann mit realistischen
Erfolgsaussichten in den Probeunterricht
gehen. Annähernd die Hälfte aller Teilnehmer darf mit einem
positiven Prüfungsergebnis rechnen. Erfahrungswerte zeigen,
dass Schüler, die per Probeunterricht übergetreten sind, während
ihrer späteren Schullaufbahn mehr im mittleren oder unteren
Teil des Leistungsspektrums liegen.
Bei einem Notendurchschnitt von 3,33
oder schlechter werden die Aussichten auf ein Bestehen
des Probeunterrichts und ein erfolgreiches Absolvieren von Realschule oder Gymnasium
immer geringer, so dass der Wechsel auf die Haupt-/Mittelschule in diesem Fall
meist das Sinnvollere ist. Der Klassenlehrer wird Ihnen genauer erklären
können, wie der Notendurchschnitt zu Stande kam und ob eine
Teilnahme am Probeunterricht noch zu empfehlen ist.
|